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15. April 2008, 15:23, NZZ Online

Schweizer Tierschutz kritisiert voreiligen Abschuss von JJ3

Massnahmen zur Ermöglichung des friedlichen Zusammenlebens mit Meister Petz gefordert

Der Schweizer Tierschutz (STS) kritisiert den voreiligen Abschuss des Bündner Bären JJ3. Es brauche Massnahmen, die das friedliche Zusammenleben der Bergbevölkerung mit Meister Petz ermöglichen, fordert der STS in einer Mitteilung vom Dienstag.

(ap) JJ3 sei niemals aggressiv gegenüber Menschen aufgefallen, weshalb die Einstufung durch die Behörden als Risikobär nicht gerechtfertigt sei. Nach Ansicht des STS hätte der Bär noch eine Chance verdient, die Vergrämungsmassnahmen hätten weitergeführt werden können.

Der Schweizer Tierschutz fordert vom Bundesamt für Umwelt, das «Konzept Bär» an die aktuellen Gegebenheiten anzupassen und in erster Linie die Bevölkerung über das richtige Verhalten gegenüber dem Wildtier aufzuklären. Dazu gehörten auch Massnahmen, um die Abfallbehälter bärensicher zu machen, heisst es weiter, und: «Grossraubtiere wie Bär, Luchs oder Wolf sollen in der Schweiz ebenfalls ihre Lebensberechtigung haben. Es darf nicht sein, dass diese faszinierenden Wildtiere erneut ausgerottet werden.»

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